Ballistische Experimente mit kristallinem H²O auf dem Areal des Pferdehofs unterliegen striktester Prohibition !
( Das Schmeissen von Schneebällen aufm Pferdehof is verboten!! )
…ausm Internet abgeschrieben
Baileys mag solche Spielchen mit Schnee.

Man muss nur ein bisschen abartig auf dem Paddock rumhampeln und schon spielt er mit :

Jessi will grad fliegen lernen … oder ?
Mit tollstem Schub aus der Hinterhand, nem Hals wie ein Hengst …..
… und schnaufend wie eine Dampflock durchpflügt er den Schnee und schindet Eindruck wie ein Fünfjähriger.

Er scheint momentan immer jünger zu werden. Aber der Schein trügt auch manchmal.
Rückblick:
Im Herbst/Winter vergangenen Jahres hatte Baileys körperlich sichtlich abgebaut. Vor allem im Bereich der Hinterhand war der Muskelschwund sichtbar. Mein lieber Hufschmied Tino machte mich vor Weihnachten ebenfalls auf diesen Zustand aufmerksam.

Tino bei der Arbeit , die Aufnahme stammt allerdings aus dem Jahre 2006
Allerdings gab es auch seit langem immer wieder Stress in Bezug auf ausreichende Heufütterung. Kurz vor Weihnachten 2010 gabs dann richtig dicke Luft deswegen, seit dem klappt es.
Wir begannen ab Ende Dezember abends zusätzlich Mais zu füttern – mit Tee, Hafer und Möhren zu einem leckeren Brei gematscht.
Am 23.Januar 2011 bekam er abends leider wieder einen seiner gefüchteten Krampfanfälle. Zufällig hatte dies die Reiterin eines Aussenboxen-Pferdes mitbekommen und wollte grad Alarm schlagen, als wir eintrafen.
Diese Krampfanfälle sind eine Geschichte für sich. Über die Ursachen und Häufigkeiten dieser Anfälle – der erste miterlebte war im Sommer 2005 in Elbersdorf – stehen wir vollkommen im Dustern.
Sie dauern nicht länger als 1 bis 2 min. und sind schrecklich anzusehen. Die gesamte lange Muskulatur krampft und Baileys muss sich hilflos an die Boxenwand lehnen. Unmittelbar danach geht er sofort zur Tagesordnung über, frisst, pullert und guckt, als wäre nix passiert. Epilepsie , ein Schaden im ZNS ??? Keine der bisher durchgeführten Maßnahmen und Untersuchungen hatte Erfolg. 2005 hiess es Magnesiummangel. 2009/2010 war ein Top-Blutbild vorhanden, ausgewogene Versorgung mit Mineralfutter, Bioresonanztherapie, …..trotzdem wurden weitere Anfälle zufällig beobachtet. So etwa zwei mal im Jahr.
Als einen weiteren Versuch fütterten wir nach diesem unschönen Ereignis nun seit dem 27.01.11 Magnesium zu. Sein bewährtes Zusatzfutter beinhaltet recht wenig Mg und wieviel Mg über Wasser, Hafer und Heu aufgenommen werden kann, weiß der Geier. Zeitgleich bekam er seine neue "Frisur" verpasst.
Seitdem ging eine wundersame Veränderung mit unserem Hoppa vor. Er wurde immer jünger, munterer und motziger.

Mal sehen, wer länger durchhält ….
Mag es am Mg liegen oder am Mais, an der besseren Kühlung oder daran, dass er wieder in der Quadrille als fest eingeplantes Teammitglied läuft …
Die Mädels sind flott unterwegs 
…..keine Ahnung. Jedenfalls ist die Veränderung deutlich spürbar.
Die vormals gemütlichen Sonntags-Spaziergänge arteten nun teilweise mit Vorführungen von Levade, Passage und Piaffe auf Stallhalfter und Strick aus. Als Jessi ihm kürzlich beim Ausritt den Galopp auf seiner Lieblingsrennstrecke wegen matschigem Boden verwehrte, stieg er.
Das hatte er noch nie vorher getan. In den Springstunden hatte Jessi oft das Gefühl, auf einem Pulverfass mit brennender Lunte zu sitzen. Die oft kniffligen Aufgaben im Springunterricht erledigte er mit Routine, Übersicht und Lust. Und das mit 20 ! Schön !
Am 19.02.11 kam unser lieber Tino wieder zum Beschlagen und zeigte sich mit Baileys´ körperlichen Verfassung wieder zufrieden, bemängelte aber diesmal seinen neuen Haarschnitt. Naja, wir fanden ihn jedenfalls toll……